ABB - Ein Unternehmen in Bewegung

1886 Die realisierte Vision

Charles E. Brown, noch im Dienst der Maschinenfabrik Oerlikon, gelingt es, Strom über weite Distanzen zu transportieren. Mit seinen Pionieranlagen in Solothurn (1886) und Frankfurt (1891) ist er Wegbereiter für die allgemeine Elektrifizierung der modernen Gesellschaft. Seit 1888 beschäftigt sich Brown zusammen mit seinem Mitarbeiter Walter Boveri mit der Gründung eines eigenen elektrotechnischen Unternehmens.

1891 Die Gründung

Charles E. Brown und Walter Boveri gründen die Kollektivgesellschaft "Brown, Boveri & Cie." in Baden. Es beginnt eine eindrückliche Erfolgsgeschichte, die nachhaltige Spuren in der Schweizer Wirtschaft hinterlässt. Das elektrotechnische Unternehmen vollbringt eine Pionierleistung nach der anderen, erschliesst sich neue Märkte und wächst in einem Tempo, dass einem der Atem stockt.

Baden ist eine ideale Wahl. Das Land ist günstig, ebenso die Arbeitskräfte. Die Bahnverbindungen sind gut und ein direkter Bahnanschluss ist möglich. Mit ihrem ersten Auftrag rüstet das junge Unternehmen das Elektrizitätswerk Kappelerhof in Baden mit den elektrotechnischen Installationen aus.

Aber das Wachstum ist nicht gradlinig. Immer wieder muss BBC auch schwierige Perioden überstehen und seine Strategie neuen Markterfordernissen anpassen. Das ist auch so, als knapp 100 Jahre nach der Firmengründung aus BBC ABB wird. Es beginnt ein neues Kapitel schweizerischer Unternehmensgeschichte.

1893 Innovationskraft

BBC profiliert sich von Anfang an von seiner Innovationskraft.

1893 baut das Unternehmen das erste für Wechselstrom konzipierte thermische Grosskraftwerk in Europa in Frankfurt am Main. 1900 steigt BBC in den Bau und die Entwicklung von Dampfturbinen ein.

1904/1905 macht der Bau von Turbogruppen bereits die Hälfte des Gesamtumsatzes aus.

1900 Der Konzern

Das Unternehmen Brown, Boveri & Cie wächst und gründet Tochtergesellschaften im Ausland. Bis zum Ersten Weltkrieg baut oder kauft BBC Unternehmen in Deutschland (1900), Frankreich (1901), Italien (1903) und zahlreichen weiteren Staaten in Europa. Voraussetzung dafür ist die Umwandlung der BBC in eine Aktiengesellschaft im Jahr 1900.

1918 Werkschule

BBC eröffnet die erste Werkschule für Lehrlinge in Baden. Die Lehrlingsausbildung wird bezüglich ihrer Qualität bald zum schweizweiten Vorbild. 1957 gründet das Unternehmen zudem eine Konstrukteurschule (seit 1971 Technikerschule).

1924 Tod der Gründer

Charles E. Brown und Walter Boveri sterben im selben Jahr. Während sich Charles E. Brown schon länger vom Unternehmen zurückgezogen hat, steht Walter Boveri dem Unternehmen bis zu seinem Tod vor.

1946 Wachstum

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzt eine eindrückliche Wachstumsphase ein, die bis 1980 dauert. Das Unternehmen versiebzigfacht seinen Konzernumsatz und expandiert in neue Geschäftsbereiche wie Elektronik und Kernenergie, eröffnet Tochtergesellschaften in Südamerika, Afrika und Asien und übernimmt in der Schweiz 1967 die Maschinenfabrik Oerlikon und 1969 die Sécheron in Genf.

1988 Vereinigung

Die schweizerische BBC und die schwedische Asea beschliessen den Zusammenschluss. Auf den 1. Januar 1988 bringen die beiden Unternehmen ihre bisherigen Konzerngesellschaften in die neugegründete Asea Brown Boveri AG ein.Aus dem bisherigen BBC-Stammhaus wird ABB Schweiz.

1999 Konzentration

ABB konzentriert sich auf die beiden Kernbereiche Energie- und Automationstechnik. Verschiedene Unternehmensbereiche, darunter auch der ehemalige Kernbereich Stromerzeugung,werden verkauft. 2004 Zukunft ABB Schweiz setzt die neue Strategie erfolgreich um und verbucht in beiden Bereichen eindrückliche Erfolge.